Als Übungsszenario wurde ein Zwischenfall eines Rettungshubschraubers am Hubschrauberlandeplatz des Landesklinikums angenommen. In weiterer Folge kam es zu einem Austritt von Betriebsmitteln und einem Brand mit starker Rauchentwicklung. Dadurch war auch der Bereich der Notfallanlieferung betroffen. Zusätzlich bestand die Gefahr, dass Rauch in eine angrenzende, voll belegte Station eindringt.
An der Übung waren neben dem Landesklinikum die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Polizei beteiligt.
Rasches und koordiniertes Handeln
Nach der Alarmierung rückten die Einsatzkräfte zum angenommenen Schadensort aus. Die Feuerwehr leitete unter schwerem Atemschutz die Löschmaßnahmen ein und befreite im weiteren Verlauf eine im Hubschrauber eingeschlossene Person. Zwei weitere verletzte Personen konnten sich selbstständig aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit bringen.
Der Rettungsdienst übernahm die Versorgung der Verletzten. Die Polizei sicherte den Einsatzbereich ab und errichtete rund um die Unfallstelle einen Absperrbereich.
Da die reguläre Notfallanlieferung aufgrund der angenommenen Rauchentwicklung nicht genutzt werden konnte, wurden die Verletzten über einen alternativen Zugang in das Klinikum gebracht.
Evakuierung einer Station
Parallel zum Einsatz im Außenbereich wurde innerhalb des Klinikums die Evakuierung einer betroffenen Station geübt. Die Patientinnen und Patienten wurden zu einem vorgesehenen Sammelplatz innerhalb des Hauses gebracht.
Dort wurde durch den medizinischen Einsatzleiter eine Triagestation eingerichtet. So konnten sowohl die evakuierten Patientinnen und Patienten als auch die von den Einsatzkräften zugeführten Verletzten zentral erfasst, medizinisch beurteilt und anschließend entsprechend weiter versorgt werden.
Die Übung zeigte damit auch, wie wichtig vorbereitete Ausweichmöglichkeiten sind, wenn die üblichen Wege innerhalb eines Krankenhauses aufgrund eines Schadensereignisses nicht zur Verfügung stehen.
Zusammenarbeit im Mittelpunkt
Ein wesentliches Ziel der Übung war die Überprüfung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen und dem Landesklinikum. „Gerade bei einem Ereignis, das gleichzeitig den Hubschrauberlandeplatz, die Notfallversorgung und einen Teil des Klinikbetriebes betrifft, ist eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen entscheidend“, sind sich der Kommandant der Feuerwehr Zwettl HBI Matthias Hahn und der medizinische Einsatzleiter des Landesklinikums Prim. Dr. David Janicek einig.
Wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall
„Übungen wie diese geben uns die Möglichkeit, Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen und Verbesserungspotenziale frühzeitig zu erkennen“, lautet das Resümee des technischen Leiters Ing. Martin Bauer und des kaufmännischen Standortleiters Dipl. KH-Betriebswirt Franz Waldecker.
Fotocredit: LK Zwettl
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Evakuierungssituationen
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